{DE & EN} how to go vegan #3 – the transition

Ihr glaubt gar nicht wie oft ich gehört habe “Ich könnte das niemals!” “Ohne Käse kann ich nie leben” “Ich würde das keine Woche aushalten” “Da bekommst du doch Entzugserscheinungen!”. Vor zwei Jahren hab ich noch genau so geredet, und nun bin ich schon seit fast 1 1/2 Jahren vegan und vermisse NICHTS.

Ich habe nie das Verlangen gehabt ein Brötchen mit Käse zu essen, ne Schinken-Pizza zu verschlingen oder in einen Burger zu beißen. Ich muss aber zugeben, die Übergangsphase war am schwersten. Wie viele von euch bestimmt wissen hab ich erstmal nur einen Monat vegan gelebt aufgrund von einer Wette, ich bin also direkt reingesprungen und hab von dem ein auf den anderen Tag alles tierische von meiner Ernährung gestrichen. Nach zwei Wochen hab ich dann betrunken auf einer Party Kartoffelsalat mit Mayo und Schinken gegessen und nach drei Wochen nach einem Konzert ein Salami-Sub am Hauptbahnhof weil ich kurz vorm verhungern war. Sowas passiert sogar recht vielen Veganern in der Übergangsphase, auch wenn einem nicht mal wirklich danach ist.

Heute würde ich nichts dergleichen jemals wieder anrühren, egal wie betrunken oder hungrig ich bin (hat sich alles schon bewiesen). Wie schon gesagt, bin ich bei der veganen Ernährung von 0 auf 100 gegangen und für mich war das der richtige Weg, aber für viele ist das eine zu krasse, zu plötzliche Umstellung. Deshalb möchte ich euch heute ein paar Tipps geben, wie ihr von einer omnivoren zu einer veganen Ernährung übergehen könnt 🙂

  1. Langsam – Dieser Tipp wäre euch sicher auch eingefallen: Verändert langsam eure Gewohnheiten, springt nicht direkt rein. Eliminiert jede Woche eine Sache von eurem Ernährungsplan. Erst Fleisch, dann Eier, dann Käse, dann alle anderen Milchprodukte, dann Gelantine… Ihr wisst worauf ich hinaus möchte. Ihr müsst natürlich nicht genau diese Reihenfolge nehmen, ihr könnt euch selber eine erstellen oder auch nach anderen Kriterien gehen, z.B müsst ihr bei “alle Milchprodukte” nicht gleich auch Produkt die Milch enthalten wie Kekse ausschließen, sondern fangt erstmal mit Joghurt, Butter und Quark an.
  2. Erlaube dir eine Sache – Vielen fällt es gar nicht so schwer fast alle tierischen Produkte auszuschließen, meistens geht es nur um ein bestimmtes Produkt. Besonders viele hängen ja an ihrem Käse, dann schließt erstmal alle tierischen Produkte aus, aber behalte deinen Käse! Das ist für die Anfangszeit dein “Lichtblick”, wenn du merkst die vegane Ernährung fällt dir immer leichter wird dann auch der Käse gestrichen 🙂
  3. Informiere dich! – Ganz, ganz wichtig! Und dabei meine ich nicht nur informiere dich über das Leid der Tiere, die Umweltauswirkungen und und und (Was allerdings auch sehr hilfreich ist, nachdem ihr das alles erfahren habt wollt ihr nichts tierisches mehr essen). Informiert euch über die Ernährung, insbesondere darüber was ihr essen KÖNNT. So viele Leute sagen bei der veganen Ernährung schließt man fast alles aus, aber man gewinnt auch so viel dazu. Durch die vegane Ernährung habe ich so unglaublich viele Gerichte kennengelernt, die mir voher nie was gesagt haben. Moussakas, veganes Sushi, Falafel, Nicecream, Oatmeal, Süßkartoffeln, Currys – Dinge, die ich mittlerweile jeden Tag esse und nie wieder missen will. Angefangen habe ich auch mit den kompliziertesten Gerichten, ich stand jeden Tag für eine Mahlzeit ne Stunde in der Küche, mittlerweile bin ich in 10 Minuten fertig.
  4. Tausch dich aus! Mich hat’s anfangs sehr gestört, dass ich niemanden hatte mit dem ich wirklich begeistert über Veganismus reden konnte. Meine Freunde haben mir zwar zugehört, aber richtig mitgeredet hat niemand. Nachdem ich schon ein halbes Jahr vegan war hab ich dann meinen Instagram-Account (@shadesofkim) gestartet und zur gleichen Zeit meinen Blog – und auf einmal habe ich so viele Kommentare bekommen und so viele andere Veganer kennengelernt. Kurz darauf bin ich dann auch den veganen Gruppen auf Facebook beigetreten, wo man täglich irgendwelche Newbies sieht die stolz ihre Gerichte vom ersten Tag vegan posten und so viel Ermutigung von den anderen Mitgliedern bekommen. Wenn ihr also noch Motivation braucht, ihr findet sie auf facebook! Sehr zu empfehlende Gruppen: “Rawtilwhenever” , “The Starch Solution Germany” und “80/10/10 High Carb Low Fat Deutschland”. Einfach beitreten! Bei Fragen wird einen da auch sofort geholfen, ich hatte letztens einen Beitrag in Rawtilwhenever gepostet und nach 24 Stunden schon über zwanzig Kommentare gehabt, genau so war es bei The Starch Solution Germany!
  5. Erst aufbrauchen, dann neu starten – Dies ist auch eine Form des langsamen Übergangs, aber doch etwas schneller. Brauche erst alles tierische auf, was du noch zuhause hast und kaufen einfach nichts unveganes mehr. So stellst du dich langsam um. Das klappt am besten wenn man alleine wohnt oder in einer WG, wo man sein Essen trennt.
  6. Mach es dir einfach! – Wenn es kompliziert wird springen viele gerne ab, also erleichter dir den (veganen) Alltag so gut wie möglich. Dieser Tipp geht etwas mit Tipp 3 zusammen, such dir einfache Rezepte aus und koche auf Vorrat. Frier dir Pizzateig und Suppen ein, mach genug Hummus für drei Tage, mach dein Oatmeal in der Mikrowelle, das ist viel einfacher und schneller als im Kochtopf. Einfache Rezepte findet ihr am besten auf youtube, zum Beispiel bei plantbasedjudy oder The Vegan Corner
  7. Bleib interessiert! – Fang bloß nicht an dich zu langweilen beim Essen! Das widerspricht jetzt wieder Tipp 4, aber: Probier auch mal was aus! Lasagne, selber Sushi machen, aufwendige Pasta-Rezepte und Aufläufe, Quichés, Pfannkuchen und und und. So macht es mehr Spaß!
  8. Erinner dich daran warum du das tust – Du willst ja nicht grundlos vegan werden. Denk daran warum du diese Umstellung auf dich nimmst, verliere das Ziel nicht aus den Augen!

Ich hoffe diese Tipps helfen euch dabei den Übergang zu erleichtern 🙂 Wer von euch mutig ist kann sich natürlich auch direkt reinstürzen, hat bei mir ja auch geklappt 😛

Love, Kim xx


Today I want to share my best tips for transitioning to a vegan diet with you 🙂 I personally just jumped right in, eliminating all non-vegan foods overnight. But for some of you this might be too hard, don’t be discouraged by that!

  1. go slow! – Small changes go a long way. Start by avoiding meat, then fish, then eggs, then cheese, then all dairy products… you get my point. Adjust this order as you want, every step counts!
  2. choose a favorite – Start by eliminating all non-vegan foods from your diet, except one! Many people struggle with giving up cheese. Allow yourself cheese, but stop when you think you’re ready to take the final step
  3. educate yourself! – …but not only on the meat and dairy industry (which is still pretty helpful too), also watch youtube videos on vegan experiences and especially easy vegan recipes – stay motivated by learning about the great thing you want to turn your life into!
  4. share your thoughts and learn from others! – Instagram and vegan facebook groups are a great way to meet other vegan newbies or to ask questions when you’re not sure about what you’re doing. My favourite in the english language is “Rawtilwhenever”, join in! 
  5. Use it all up, then start again – This is another way of removing animal products slowly from your diet. Use everything non-vegan you have at home up and only buy new vegan food. You don’t feel triggered to eat it if it’s not around. This works best for people living alone or in a household where you separate your food. 
  6. Make it easy! – You’ll soon lose your motivation if you feel like this is too complicated for you. I made the same mistake in the beginning. The meals I cooked were always highly complicated, I just thought that’s normal for veganism. A little later I found easy meals I could eat and since then I am having them like every day. I like to make lots of them and then eating the same thing for multiple days or freezing things like pizza dough and soups. Easy and/or quick meals: Chippies, baked sweet potato, oatmeal made in the microwave, wrap pizza, wraps in general, curries, mug cakes, stir frys.. The easiest recipes are found on youtube, I love plantbasedjudy and The Vegan Corner
  7. Stay interested! – Please don’t get bored with your food! This is  a little working against tip no. 6 but choose complicated recipes SOMETIMES. Lasagna, calzone pizza, quichés, casseroles, vegan mac and cheese.. Keep your fun while eating! 
  8. Remind yourself of why you’re doing this – You are not doing this for nothing. Stay focused on your goal and do everything to reach it. You’re doing this for yourself, but also for so many others. This might be the best thing that has ever happened to you. 

I hope these tips are helpful for some of you transitioning to a vegan diet 🙂 Of course, if you are brave enough, you can directly jump in just like me, it worked as well 😛

Love, Kim xx

IG @shadesofkim  loudxjoy.tumblr.com whoiskim@gmx.de
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whoiskim@gmx.de
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